Produktinformationen

  1. SPARGEL

 

Gesundheit

Der Spargel gehört zu den Liliengewächsen und ist eine Heilpflanze. Er entschlackt den Körper – durch die Asparaginsäure riecht auch der Urin nach dem Spargelverzehr. Spargel hat kaum Kalorien, besteht dafür zu 94 % aus Wasser. Das „königliche Gemüse“ enthält reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente.

 Anbau und Ernte

Spargel wird ab ca. Anfang April bis zum Johannistag (24.6.) geerntet. Manchmal hört die Ernte auch schon ein paar Tage früher auf.

Spargelfelder erkennt man an den typischen Erddämmen. Die Dämme werden jedes Frühjahr mit speziellen Maschinen neu aufgeworfen. Unter diesen Dämmen sitzen die Spargelpflanzen in Reih und Glied. Sobald es warm wird, fangen sie an, auszutreiben: Die Spargelstange wächst aus der Wurzel heraus nach oben.

Der Damm ist mit einer Folie abgedeckt, welche eine schwarze und eine weiße Seite hat. Wenn die schwarze Seite oben liegt kann sich der Damm schneller erwärmen. Die Ernte beginnt eher und der Spargel wächst schneller. Wenn man das Wachstum des Spargels etwas bremsen möchte legt man die weiße Seite nach oben, um den Damm etwas zu kühlen.

Die Spargelstecher laufen jeden Tag durch die Reihen, schlagen die Folie zurück und schauen, ob Spargelstangen aus der Erde „spitzen“. Dann wird der Spargel vorsichtig mit der Hand freigeschaufelt und mit einem speziellen Messer abgestochen. Anschließend wird das Loch wieder sorgfältig zugemacht.

Wenn der Spargel aus dem Damm herauswächst und Sonnenlicht abbekommt, verfärbt er sich durch die Sonneneinstrahlung zunächst rosa, dann violett und später grün.

Nach dem Stechen wird der Spargel noch gewaschen, auf die richtige Länge geschnitten und in verschiedene Klassen sortiert, bevor er an den Verkaufsstand kommt.

 Unsere Spargelfelder liegen übrigens zum Teil im Rodgau (typisch sandiger Boden), zum Teil bei uns in Gründau (schwerer, lehmiger Boden).

 Zum Geschmack

Ein bisschen rosa beeinflusst den Geschmack nicht. Ist die Stange dunkelviolett, erkennen manche Leute einen Geschmacksunterschied („intensiver“).  Grüner Spargel schmeckt etwas anders als Bleichspargel. Der Geschmack geht in Richtung Brokkoli.

 Unsere Spargel-Sortierungen

  

  

Mögliche Reklamationen

 Hier wollen wir Ihnen nützliche Infos zum Produkt an die Hand geben. Zum Umgang mit reklamierenden Kunden beachten Sie bitte auch das Kapitel „Reklamationen“!

Mögliche Reklamationen: Der Spargel…

 … sieht nicht frisch aus/ ist bräunlich:

Wir bauen unseren Spargel zum Teil in sandigem Boden an. Wenn sich hier die Spargelstange durch den Sand nach oben schiebt, entstehen ganz feine Risse in der Außenschale des Spargels. Hier oxidiert er und verfärbt sich (wie wenn man mit einem Messer in einen Apfel reinschneidet und eine Stunde wartet).

Das ist also ganz natürlich und überhaupt kein Qualitätsmangel. Wenn man den Spargel schält, ist er ganz normal und genauso frisch wie die „strahlend weißen“ aus dem lehmhaltigeren Boden!

 … ist „holzig“/“faserig“:

Zumeist ist er einfach nur schlecht geschält worden: Spargel muss sehr gründlich und sorgfältig geschält werden – passiert das nicht, ist er „faserig“.

Wenn Spargel tatsächlich holzig ist, ist er das nur am untersten Stück der Stange (auch äußerlich erkennbar: die Stange verengt sich auf den unteren Zentimetern). Dann wurde die Stange zu dicht an der Wurzel abgestochen, was die Spargelstecher eigentlich nicht machen sollen. Kommt aber wie gesagt selten vor.

… ist hohl:

Entsteht durch Temperaturunterschied zwischen den Erdschichten: Wenn die obere Schicht durch die Sonne gewärmt wird, die Erde weiter unten aber noch sehr kalt ist. Dieses Phänomen tritt insbesondere am Anfang der Saison auf, es wird dann weniger. Hohle Stangen sind bei der Premium-Sortiergruppe und Klasse I auszusortieren.

 

 

 

… ist faul:

Sollte nicht sein (hätte spätestens vom Verkäufer, also Ihnen, aussortiert werden sollen), kann aber mal passieren – Entschuldigung

 

… ist zu teuer:

Jede Stange wird einzeln mit der Hand gestochen und ausgegraben, ganz ohne Maschinen, was sehr hohe Erntekosten verursacht. Außerdem ist Spargel eine anspruchsvolle und pflegeintensive Sonderkultur, was den Anbau teuer macht.

 

Lagerung von Spargel

Spargel kann man ohne Probleme einige Tage im Kühlschrank aufheben, ungeschält und in ein feuchtes Geschirrtuch gewickelt.

Zum Einfrieren muss der Spargel vorher geschält werden. Zum Kochen gibt man den gefrorenen Spargel direkt in das kochende Wasser. Die Garzeit verringert sich bei gefrorenem Spargel etwas.

 Zubereitung von Spargel

Wie viel Spargel man benötigt, kommt natürlich auf den Appetit der Esser an. Man rechnet ca. ein Pfund (= 500 g) pro Person.

Besonders wichtig ist das sorgfältige Schälen: Dazu setzt man das Spargelmesser unterhalb des Kopfes an und schält die Stange Bahn für Bahn – oben dünn, unten etwas großzügiger. Trockene Stangenenden schneidet man ab (ca. 1 cm).

Der Spargel wird in kochendem, leicht gesalzenem Wasser gegart. Eine Prise Zucker und evtl. ein bisschen Zitronensaft erhöhen das Aroma. Die Garzeit für weißen Spargel liegt, je nach Dicke der Stangen, zwischen 8 und 15 Minuten.

 

Erdbeeren

 

Die Erdbeerernte und Verkauf fängt inzwischen schon im April an.

Damit die Erdbeeren früher geerntet werden können, werden diese in Tunnels angepflanzt oder durch Folienauflage verfrüht.

Wir haben auch Selbstpflückfelder, auf denen unsere Kunden selbst pflücken können. Hier beginnt die Ernte im Frankfurter Raum Ende Mai/Anfang Juni, in Fulda ca. 10 Tage später.

 

Wir bauen verschiedene Erdbeersorten an: Frühere und spätere, süßere und welche mit mehr Fruchtsäure (gut für Marmelade), dunkelrote und hellere (hat nichts mit der Süße zu tun).

Im Gegensatz zum Handel (insb. bei ausländischen Erdbeeren) wählen wir unsere Sorten nach Geschmack anstatt nach Haltbarkeit. Dadurch sind unsere Erdbeeren aber auch sehr empfindlich:

Darum: Behutsam mit den Erdbeersteigen umgehen!

 

Je wärmer es ist, desto weicher sind die Erdbeeren – dann sind sie schnell „angedatscht“. Besonders kritisch wird es bei Regen: Das feucht-warme Wetter lässt die Erdbeeren sehr schnell faulen. Obwohl unsere Erdbeeren immer frisch gepflückt werden, müssen sie deswegen bei „kritischem“ Wetter bald verzehrt werden – noch am gleichen Tag!